einige tage sind ins land gegangen und ich habe nun wieder einiges erlebt und zu berichten. da der denali highway direkt an der alaska range vorbeifuehrt war ich ja nun schon ein wenig geknigt, dass ich diese strecke nicht nehmen konnte. aber man kann schliesslich nicht alles haben. bin also wieder zuruck in richtung fairbanks aufgebrochen und habe dort noch mal etwas eingekauft und getankt, dass muss ich uebrings haeufiger mit dem waegelchen, aber naja, dafuer spar ich halt beim uebernachten
… die strecke hinter fairbanks war nicht wirklich aufregend, ausser das ich hier doch wohl mehr moose (das sind die elche alaskas nur noch groesser) gesehen habe als im nationalpark und vorallem direkt an der strasse! also immer schoen aufpassen war die devise. also gondelte ich schoen gemuetlich den ganzen tag vor mich hin bis ich tok erreicht habe. zwischendurch gab es hin und wieder kleiner pausen um die landschaft auch mal zu geniessen. zum schlafen habe ich mir einen parkplatz gesucht und mich zu einer reiche von wohnbussen gestellt. wie immer hat man hier oben eben den drang zum uebertreiben.
die fahrt von tok nach dawson city mit grenzuebertritt nach kanada war da doch schon wesentlich interessanter, spaeter zumindest, angangs ging es immer nur schnur gerade aus, will heisen nach 15 meilen kam ne kurve … so ging das doch einge zeit vorbei an endlosen waeldern die einem grossen waldband zum opfer gefallen schienen.
nach ein paar stunden kam dann der abzweig richtung dawson city, hier fing die strecke an doch wieder etwas aufregender zu werden, so ging es von nun an aberg auf und berg ab und die strasse schraubte sich so langsam die berge hoch. die strasse war einige zeit noch befaesstigt aber von vielen schlagloechern und bumps durchzogen. irgendwann war es mit dem asphalt ganz vorbei und es ging auf losem untergrund der grenze entgegen. je weiter ich vorankam desto einsamer wurde die strecke. die einsamkeit bewirkte wohl das sich auf diesem abschnitt alle entgegenkommenden fahrer gruessen
… an einem kleinen fluss im nirgendwo legte ich eine kleine pause ein, leider sprang meine alte blaue lady nicht mehr an
… sehlig und moralisch stellte ich mich schon darauf ein meine sachen zu packen, den aaa (adac) zu rufen hier doch eher zwecklos ist und ich sowiso kein netz hatte. zum glueck sprang er nach 20 min doch wieder an und weiter gings vorbei an ziemlich alten und gar nicht so alten goldgraebercamps. kurz vor der grenze legte ich noch einmal einen stop an einem doch sehr skurieln rastplatz ein, leider war er geschlossen (wie ich spaeter erfuhr, gabs wohl ehestreit und er hat vor wut den berg niedergebrannt … hmm). dort lernte ich jedenfalls ein sehr nettes kanadisches ehepaar kennen, welches mir noch oefter begegnen sollte.
an dem kleinen grenzuebergang ging alles recht fix und ich hatte auch keine probleme mit dem wagen, wie immer stellte man nur die ueblichen fragen nach waffen, drogen und dergleichen und wiso weshalb warum … weitergings nach dawson ueber den top of the world highway, eine wirkliche traumstrasse, da diese auf einem hochplateau entlang zirkelte. und man so ueber der baumgrenze weit ins land sehen konnte.
nach dawson gelangt man ueber den yukon mit einer kleine faehre und hat die moeglichkeit in der vergangenheit zu schnuppern, da doch noch recht viele der haeuser aus der vorletzten jahrundertwende erhalten geblieben sind, natuerlich steht alles ganz im zeichen des goldrausches und man kann sein geld auch heute noch im casino loswerden. in dawson traff ich mich zufaellig mit den kanadiern wieder und verbrachten den abend bei yukon gold. sie eine kinderbuchautorin und er ein kuenstler hatten doch einiges ueber die gegend zu erzaehlen und auch sonst zu
… den zweiten tag habe ich mir die sehenswuerdigkeiten angeschaut und bin auf den nahegelegen berg gefahren um mir das wechselspiel von sonne und wolken ueber dem klondike anzuschauen.
die weiterfahrt nach whitehorse gestalltete sich etwas schwierig, da meine lady wieder nicht ansprang, gluecklicherweise hatte ich tags zufor auf dem berg ein paar kennen gelernt welche zwar helikoptermechaniker waren aber mir da troztdem tips geben konnten. offensichtlich hat der anlasser den geist aufgegeben. mit ein paar schlaegen lief er wieder und ich fuhr erstmal weiter. diesmal in begleitung eines israelis der mir schon in diversen hostels ueber den weg lief und spaeter auch noch mit einem englischen paerchen, welches ein groesseres problem mit dem auto hatte und nun so unterwegs war.
in whitehorse verbrachte ich erstmal die nacht im hostel und begab mich am naechsen tag auf die suche nach einem ersatzeil, dieses war jedoch recht schwierig, da der einzige gebrauchtteilehaendler am wochenende alle fuenfe grade sein liess. nunja gluecklicherweise kam leo aus skagway zurueck und wir erkundeten die stadt. das museum ueber die beringa, die eizeitlandbruecke zwischen russland und alaska, war sehr interessan, dafuer das nachtleben in der 23.000 einwohner grossen statt eher ueberhaupt nicht, naja bei 30.000 im ganzen bundesland kann man auch nicht viel erwarten
endlich war montag und wir konnten den benoetigten anlasser organisieren und tauschen, und nun laeuft sie wieder
… juhu
auf ging die weiterfahrt nach skagway … eine ebenfalls sehr schoene strecke vorbei an zahlreichen seen und ueber den withe pass, den schon die goldsucher nahmen, runter ans meer. hier sind ebenfalls viele haeuser erhalten geblieben und nun vollgestopft mit gift-shops fuer alle amerikaner dieser welt. aber wenigstens ist der ort huebsch anzusehen, insbesondere die alte eissenbahn mit dampflok.