Verfasst von: sarit77 | Juni 11, 2007

skagway – prince george

und wieder habe ich 1500 km auch meiner lady abgespult. urspruenglich hatte ich mit dem gedanken gespielt, einen teil dieser strecke mit der faehre zurueckzulegen, aber nachdem ich mich ueber die preise informiert habe und mich der sprit nur ein drittel dessen kostet, bin ich einen tag spaeter doch wieder auf dem landweg unterwegs. da sich das wetter wieder von seiner besten seite zeigte, war ich auch nicht mehr so enttaeuscht und sollte die entscheidung auch nicht bereuen. es ging also ein kleines stueck wieder zurueck und in richtung watson lake, wo es den beruehmte schilderwald aller hier vorbeireisenden verrueckten zu bestaunen gilt. so manch einer aus deutschland hat sich natuerlich auch dort verewigt. doch bis dahin dauerte es noch eine weile. kurz nach skagway und nach passieren der grenze wieder zurueck nach kanada, stoppte ich, da ich einen kleinen schatten am strassenrand sah. als ich diesen naeher betrachtete, identifizierte ich es als ein porcupine (stachelschwein), welches sich genuesslich an einem strauch labte, also nutzte ich die gelegenheit und sprang freudig drum herum, um bilder zu knipsen. nach ca. 20 min zog es dann seiner wege und ich sprang in meinen van um weiterzuziehen. jedoch musste ich nach 20 m feststellen, dass ein ausgewachsener grizzly doch geradewegs am strassenrand auf mich zukam. Nunja, da springt einem schon mal puls ein wenig nach oben, gerade noch mal glueck gehabt. wenigstens ließ er sich von meiner blauen lady nicht stoeren und ich konnte ihn doch ein wenig aus naechster enfernung bestaunen … tierbegegnungen interessanter natur hatte ich auf dieser fahrt noch so einige, z.b. ein seeandler, der doch eine ganze weile auf der strasse in 2 – 3 m enfernung vor mir herflog. verfolgt wurde er von einem steinadler, komischer weise hatte der seeadler einen marder in seinen klauen, ihm war wohl der ständige fisch doch etwas zu oede geworden, wer weiss. 

 auf dem weg nach watson lake besichtigte ich in teslin ein informationscenter der dort ansaessigen tlingit native people und ein dazugehoergiges museum, was doch recht interessant die geschichte und insbesondere die probleme in der zeit des baus des alaskahighways aufzeigte.

da das wetter nicht so ganz mitspielte und die strassen auch recht schmal und schlecht wurden, schlug ich mein lager etwas frueher auf  und verbrachte den abend in der naehe von good hope lake, der morgen versprach mit sicherheit besseres wetter. so war es auch dann und ich hatte doch am see bei herrlichem sonnenschein ein angenehmes muesli … eigentlich eher schon ein kascha, denn mit gekochter milch ;) … auf der weiterfahrt traf ich auf einen schon mehrfach gesichteten camper, sodass wir dann auch laenger ins gesprach kamen, sie hatten den gleichen weg und wollten nach stewart und hyder (alaska), denn die strecke sollte traumhaft schoen sein. auf dem weg dahin sah ich dann auch meinen ersten schwarzbaeren, der es sich am strassenrand in der sonne gemuetlich gemacht hatte und etwas vom saftigen gruen genoss, es folgten weitere ungefaehre 14 stueck auf dieser strecke. einen notwendigen zwischenstopp legte ich wieder in einem fast von uebergetretenen fluessen abgeschnittenen kleinen indinanerdorf ein, dies war auch notwendig, da es sich um ein doch recht langes stueck weg ohne tankstellen handelte. in dem dorf war alles doch recht beschaulich und die totempfaehle standen zur clan-identifizierung am strassenrand … das letzte stueck nach hyder verlief durch ein aeusserst enges tal, gesaeumt von hohen bergen, von denen ueberall wasserfaelle, bedingt durch die schneeschmelze, prasselten. in hyder haben wir uns dann hyderized im glacier inn ;)  und den abend dann in stewart verbracht … fruehstueck gabs dann am gletschersee mit panoramablick auf den gletscher eben. und auf gings weiter richtung smithers, in hazelton legte ich ebenfalls eine pause ein, um mir etwas kultur zu goennen, jedoch war alles noch vom hochwasser sichtlich getroffen und so besichtigte ich nur die altstadt … in smithers angekommen, suchte ich mir wieder ein gemuetliches plaetzen an einem see, wanderte am naechsten tag zu einem doppelwasserfall und machte mich auf die weiterfahrt nach prince gorge. auf der strecke dahin konnte man dann schon deutlich die landschaftliche veraenderung wahrnehmen, die dichten nadelwaelder wichen gemischtem baumbestand und weite flaechen fuer farmer kamen des oefteren auf den plan und vor allem war die besiedelungsdichte doch schon deutlich hoeher.

hier in prince george habe ich mich wieder mit leo getroffen und wir haben uns auf dem unigelaende eingenistet. Ach, ist das schoen, endlich mal wieder ein wannenbad, das wurde aber auch so langsam mal zeit :)

nun gehts weiter in richtung der grossen nationalparks

ps: mit den bilder dauert es noch etwas, da ich hier nicht immer einen usb-stick anschliessen kann, aber werden nachgeliefert


Antworten

  1. ‘…und wieder 1500km auf der lady abgespult’ – war da nicht mal jemand in Fairbanks, der meinte: wer weiß, ob sie überhaupt noch 500 meilen schafft?! *zweifel, zweifel*

    ich bin jedenfalls froh und glücklich zu wissen, dass dir ‘unser’ kauf so gute dienste leistet!:-)

    liebe grüße in den süden,
    christiane

  2. Hallo Sandor,

    viele neidvolle Grüße aus der Ferne. Kannst du nochmal umdrehen und so ein TOTEM für unseren Clan organisieren? Käm doch bestimmt cool, wir wären mit zeimlicher Sicherheit die einzigen die sowas hätten, oder?

    Es liest sich, als hättest du größtenteils sehr viel Spaß. Geniesse die Zeit, um die wir dich (wahrscheinlch alle, ich auf jeden Fall) beneiden.

    Beste Grüße,
    Andy

    (auf das die blaue Lady noch lange läuft ;-) )

  3. Sandor,
    du bist ja schon in BC!

    Bitte nicht vergessen: wir sind am 14. Juli in Oakland (SF Bay) und fahren dann mit dem Auto hoch nach Seattle, wo wir am 20. Juli sein müssen. Wäre cool, wenn wir uns da irgendwie treffen könnten.
    Bis bald und pass auf die Grizzly Bären auf! ;-)
    R + M


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