so es wird nun langsam mal zeit wieder etwas fest zu halten und euch mit neuen infos zu versorgen, ob ich denn dann auch hier alles direkt auf den aktuellen stand der dinge bringen kann wage ich zu bezweifen, schliesslich kann ich die gutmuetigen bibliothekaren nicht ganz so schamlos ausnutzen und das einheimische volk hat schliesslich auch ein recht auf internet …
nach meinem aufenthalt in den heissen quellen habe ich mal ein paar zweckmaessige dinge erledigt, schliesslich muss mein auto auch von zeit zu zeit etwas zuwendung erfahren. habe einen neuen scheinwerfer gekauft, um das kurz zu erlaeuteren, bei diesem typ auto kann man keine gluehbirnen wechseln, die sind fest integriert! und ein paar weitere nuetzliche dinge und lebensmittel natuerlich auch … habe mir eine kleine styropor box geholt und kaufe mir nun regelmaessig eiswuerfel im kilopack, so kann ich dann auch mal was frisches wie milch und obst und wurst und andere sachen kuehlen … ein bier schmeckt nunmal nur kalt … naja obwohl ich eine einladung fuer den abend auf eine kleine party hatte, wollte ich doch nun weiterziehen und so fuhr ich noch am spaeten nachmittag in richtung golden zurueck. kurz dahinter lief mir auch noch ein puma ueber die strasse, die sieht man eigentlich fast nie, selbst einheimische koennen kaum davon berichten, tja und mir lief er fast vors auto … so wie eine herde ziegen ein paar tage zuvor in einer kurve. weitergings in richtung glacier & revelstoke national park. auf dem weg dorthin ueberquerte ich den roger pass, den ehemals hoechsten punkt der trans-canada-zugpassage. mitlerweile unter tage verlaufend, ist dies die wichtigste zugverbindung zwischen ost und west. die damalige strecke wurde von einigen lawinenungluecken heimgesucht, so dass man sich fuer einen tunnel entschied. alles fein dokumentiert im gleichnamigen museum und dem trail auf der ehemaligen strecke. im nationalparks ist das wildcampen streng verboten und auf picknick plaetzen ist das stehen ueber nacht ebenfalls nicht erlaubt, um so mehr freut man sich, wenn man einen versteckten picknick platz findet, der eher schon zum campground ausgebaut ist und den man dann noch ganz fuer sich allein hat
so konnte ich mir unter den 17 stellplaetzen den schoensten aussuchen und braucht noch nicht einmal etwas zu bezahlen. der platz war nicht ausgeschildert und so kam auch den ganzen abend niemand vorbei. die einzige menschenseele die ich traf, war der muellmann am naechsten moregen, welcher fleissig die baerensicheren muelltonnen entleehrte. er erwischte mich grad beim zaehne putzen und winkte freundlich. so genoss ich dort noch zwischen riessigen alten nadelbaeumen direkt am kleinen fluesschen mein fruehstueck. danach brach ich zu den nicht weit entfernten, kleinen, auf steegen angelegten wanderwegen der helmlocktannen und spaeter der giants cedars. diese wege fuehren durch ein nur noch wengig erhaltenes gebiet von wirklich wahnsinnig hohen baeumen mit einem durchschnittlichen alter aus der zeit von christopher columbus. kurze zeit spaeter machte ich in einer wiederum voellig anderen umgebung rast, hier zeigte sich ein wahres vogelparadies auf. es handelte sich dabei um ein sumpfgebiet, welches man ebenfalls auf holzsteegen erkunden konnte. nach so viel natur war ein wenig abwechslung ganz gut und so besichtigte ich im anschluss in revelstoke das railway musemum (original dampflok und die geschichte des roger passes) und das oertliche historische museum. so nun war es zeit auch mal was fuer mich zu tun und so liess ich mir von einem ehemaligen eishockey trainer mal die haare schneiden, denn das wurde nun wirklich mal langsam zeit
… da nun langsam der abend naeher kam begab ich mich nun auf die suche nach einem neuen plaetzen (siehe galerie), fuendig wurde ich am nach dem ort benannten staudam und dem dazugehoerigen meilenlangen see. dies war gar nicht so verkehrt, so konnte ich am fruehen morgen mir das brachtsstueck etwas naeher betrachten (@mlt: aber ohne sniper) … die gruppe an leuten die durch die mauern und hoch zur krone gefuehrt wurden war recht klein (zwei hollaender und ich) und somit konnte man auch mal etwas ins detail gehen. war schon recht beeindruckend, da mich der columbia rive doch noch des oefteren auf meiner reise begleiten wuerde. der dam gehoert zu einem riessigen zusammenhaengenden stromerzeugungsnetz in canada und den usa und mach 25% der wasserenergie fuer ganz b.c. nach der besichtigung war es zeit wieder ein paar kilometer voranzukommen und so machte ich mich auf den weg nach kamloops. es ging durch zahlreiche enge und tiefe aber auch durch von gletschern ausgeschliefene weite ebenen vorbei an wieder endlosen riessigen seen. der unterschied war allerdings, das die besiedelung dieses gebietes doch deutlich hoeher ist und man an vielen sehen haeuser und dazugehoerige bootsteege sehen kann.
in kamloops schaffte ich es gerade noch in das native museum zu kommen. da ich der letzte war, bekam ich eine privatfuehrung der leiterin und so konnte ich mal wieder einige fragen loswerden. dazu zeigte sie mir auch ihr persoehnliches gewand … eigentlich wollte ich mir auch noch den museumszug anschauen aber da kam ich dann doch wirklich zu spaet, aber ich hatte glueck und man bot mir ein fuehrung fuer den naechsten morgen an … so schaute ich mir nur noch ein wenig die doch recht huebsche stadt an und schlug mein lager direkt in naehe des zuges auf.
sooooo nun schliesst die bibo … bis zum naechsten mal