Verfasst von: sarit77 | Juli 27, 2007

west coast usa

in seattle habe ich mich nicht so lange aufgehalten, habe mir nur am hafen das feuerwerk des 4th july angesehen und bin dann weiter gefahren. da ich meinen schlafplatz ganz in der naehe des ursprungs des flugzeugherstelers boeing hatte, konnte ich nicht umher mir dies auch anzuschauen. beginnend in einer alten holzhalle reicht die flugzeugausstellung ueber die anfaenge hin zu maschinen aus dem ersten und zweiten weltkrieg und weiter bis in die heutige zeit, ausserdem gab es ausstellungen zur raumfahrt geschichte incl. orginal trainigsmodel des labormoduls der iss … nunja fuer mich alles sehr interessant und so verbracht ich da ungewollter weise dann doch gleich 4 h! … die fahrt fuehrte spaeter dann weiter in richtung tacoma durch das marpele valley mit blick auf den aus der landschaft herausragenden mt. rainier, einem 4395 m hohen vulkan der cascade range. diese kette zieht sich quer durch das ganze land mit zahlreichen vulkanen. in dem kleinenen gemuetlichen tacoma (tacoma wird evtl. den brueckenbauern etwas sagen – galopping gertie) legte ich tags darauf einen stop ein um das historische museum zu durchstoebern und anschliessend das nahe gelegene museum fuer glas, welches zahlreiche kuenstwerke sowie eine grossartige live demonstration bot. (tacoma wird evtl. den brueckenbauern etwas sagen) am nachmittag steuerte ich dann olympia an, die hauptstadt washingtons. ebenfalls ein sehr huebsch anzusehendes staedtchen mit einem schoenen capitol und einer sich aus der masse der stadte herraushebenden kleinen altstadt. da sich viele studenten fuer die dortige uni entscheiden ist alles auch etwas junger und vor allem alternativer angehaucht. insbesondere gibt es dort viele kleine theater in denen allabendlich vorstellungen laufen. beim durch die stadt schlendern, stiess ich auf ein kleines caffe in dem live music gespielt wurde, so dass ich dort haengen blieb und spaeter noch mit der band etwas drinken ging. nachher wurde ich auch gleich bei einem von ihnen zum naechtigen eingeladen (help yourself :) ) … am naechsten morgen, 07.07., hab ich natuerlich erstmal mutti angerufen und zum 65. geburtstag gratuliert, danach ging es ueber kleine staedtchen wie aberdeen nach pacific ocean, ocean city und ocean shore. wie die namen schon erahnen lassen liegt alles am pacific und ist einfach traumhaft schoen, endlose lange sandstraende vereinzelt unterbrochen von felsen die noch der brandung standhalten. da man dort direkt am strand fahren darf, was ich jedem nur mal empfehlen kann :) , tat ich dies auch, denn so konnte ich denn direkt auch den sonnenuntergang geniessen. danach fuhr ich noch ein wenig, denn man kann ja nicht den ganzen tag nur faulenzend am strand herumliegen. in westpoint suchte ich mir dann einen schlaftplatz am meer. der ort war in sofern intressant, da dort zwei segelschiffe liegen sollten. frueh zeitig ging ich dann in den hafen und man sah sie schon herausragen. eines der schiffe kam mir auch etwas bekannt vor, nun die meisten werden es wohl auch schon mal gesehen haben, denn die „lady washington“ wurde fuer die dreharbeiten von „piraten der karibik“ verwendet. aber egal darum ging es mir nicht so sehr, es waren wirklich schoen rekonstruktionen von schiffen aus dem 18 jh., die crew war gerade mit deckreinigen beschaeftigt, doch sie nahmen sich zeit fuer mich und prompt lernte ich alex kennen. einen deutschen, der schon seit vielen jahren hier lebt aber gebuertig auch aus dresden stammt. so bekam ich dann sogar ne intensivfuehrung mal in deutsch :) … spaeter kurfte ich immer an der kueste uber die 101 entlang und genoss dich traumhaften ausblicke auf das meer und die straende. am spaeten nachmittag ging es mit einem abstecher nach oregon ueber zwei riessige bruecken ueber den columbia river wieder ins landesinnere. ziel war der mt. st. helens. diesen geschichtstraechtigen vulkan konnte ich mir nicht entgehen lassen und so nahm ich den umweg in kauf und fuhr bis nahezu an die fussspitze des berges um dort mein lager aufzuschlagen. in der freuhen morgensonne des naechsten tages schaute ich mich im visitor center um, studierte die ereignisse des 18. mai 1980 genauer. dieser vulkan ist schon sehr interessant anzuschauen und immer noch ein wenig aktiv, so dass man kleine rauchvolken sehen kann … wow mein erster aktiver vulkan … man kann es kaum wiedergeben, aber fuer mich war das schon sehr beeindruckend. die messstadtionen zeigten auch ganz genau an, wenn der berg wieder etwas rumorte und sich schuettelte. zu einem spaeteren zeitpunkt weiter unten auf dem weg zurueck, konnte ich dann auch noch fuehlen, wie sich ein kleines erdbeben anfuehlt. nach diesen eindruecken brach ich nun wieder in richtung sueden auf, fuhr ueber vancouver (das erstere in welchem ein kleines fort der hudson bay company wieder aufgebaut wurde) und portland (sah fuer mich wie jede andere grosse stadt aus und so habe ich keinen stop eingelegt) hinein nach oregon auf den hwy 5. spaeter drehte ich dann wieder in richtung westen um zurueck an die kueste zu kommen. so fand ich dann auch abends ein sehr lauschiges plaetzchen zum naechtigen in der naehe von lincoln. ein parkplatz direkt an der steilkueste mit blick auf den ocean. der naechste morgen began mit einem traumhaften sonnenaufgang und tief liegendem nebel in den buchten. da schmeckt das fruehstueck doch besonders gut. den ganzen tag lang fuhr ich dann wieder am pazifik entlang uber kurvige kleine strassen und legte zahlreiche kleine stops zum geniessen ein. die landschaft war sehr abwechslungsreich, von steilen cliffs mit tiefen vom wasser ausgehoelten canyons oder hoelen in denen seeloewen ihr zuhause gefunden hatten,  bis hin zu endlos langen sandstraenden mit haushoehen sandduenen (dune city). in longolis rastete ich fuer die nacht. tagsdrauf traf ich mich mit leo wieder und so suchten wir uns dann abends einen gemeinsamen spott, welchen wir in einem etwas abgelegenen und leeren campground auch fanden. dort machten wir es uns gemuetlich bei einem haenchen und dem dazugehoerigen bier :) … nach relextem tagesbegin versuchte ich in brookings noch ein richtiges kennzeichen zu bekommen, aber das ist mit diversen huerden verbunden wie zb dem nachweiss, das man mind 6 monate in oregon lebt oder eben einem fuehrerschein aus oregon, den man ganz einfach machen kann, vorausgesetzt man weisst dafuer nach, dass man mind. 6 monate dort lebt ;) … naja also ging es nun hinein nach california! direkt im norden liegt der redwood national park, denn man sich nicht entgehen lassen darf und so informierten wir uns auch direkt ueber die besten trails dort und starteten dann entsprechend los. dieser trail fuehrte durch riessige redwoods (sog. kuestenmammuthbaeume) von meist 100 m hoehe und einem alter von 600 – 2200 jahren hinunter zur kueste. auf dem trail trafen wir ein paar maedels mit denen wir uns abends zusammen einen campground suchten. dieser spot bot so einiges, einen ausblick auf den ocean mit sonnenuntergang und walen in der bucht. dort genossen wir die zeit im humboldt-land ;) … weiter gings morgens fuer leo und mich durch die redwoods in richtung san francisco auf der 101 und 01 an der kueste entlang. am nachmittag rollte ich dann bei leichtem nebel ueber die golden gate brige hinein nach downtown san francisco und so kroch mir doch ein klein wenig gaenzehaut den nacken hinauf. gleichzeitig konnte man einen ersten blick auf alcatraz werfen. die hostelsuche war ein wenig schwierig, da zum einen wochenende und auch noch hochseaison war. aber wir fanden etwas und konnten von da aus unsere touren zu fuss durch die stadt starten. da sf sehr huegelig ist, hat man doch ganz schon zu tun. den ersten abend besuchen wir eine veranstaltung fuer elektronische tanzmusik in oakland um den klaengen von den bekannten dj’s „kyau & albert“ zu lauschen. sf ist halt eine typische grossstadt und so war ich mit meinem van doch auch immer ziemlich beschaeftigt mich durch den einbahnstrassenjungel zu wuehlen auf der suche nach einem parkplatz … handbremse nicht vergessen! da steigerungen von bis zu 30%. so ist per pedes die bessere alternative und so wandern wir durch chinatown hin zum hafen mit fishermans warf einem interessanten mix aus shops, vielen seefood-restaurants und dem ganzen hafengetrubel mit segel- und einigen museumsschiffen. das hostel mussten wir noch mal wechsteln da kurzfristige verlaengerung nicht moeglich war. auf der anderen seite der strasse wurden wir praktischer weise fuendig und landeten in einem nun fast deutschen zimmer mit madels aus gluecksburg und koeln. leo fuhr schon mal weiter und ich blieb noch ein wenig in sf. denn ich wollte noch mal versuchen ein kennzeichen mit registierung zu bekommen, da mein alaska-plate nun langsam auslief. aber wiedererwarten war das mal wieder ganz schon schwierig. fuer die registierung benoetigte ich ebenfalls einen californischen fuehrerschein, aber wenigstens musste ich keinen nachweis fuer den laengeren aufenhalt hier nachweisen, nur eine andresse angeben, also so konnte ich den fuehrerschein machen, was recht interessant war, so schrieb ich den test (zum glueck in deutsch) welcher aehnlich dem deutschen ist, aber doch recht einfach, so dass ich ohne auch nur mal irgendwelche verkehrsregeln zu stuedieren nur wenige fehler macht und ihn bestand. bekommen hab ich trotzdem keinen, da ich noch eine praktische fahrpruefung machen sollte, die gibts aber nur bei terminlicher vereinbarung. naja ich brauchte ja nur die bestaetigung, also konnte ich fortfahren mit dem antrag. leider muss man in california aber auch noch einen smoke-test machen, bei dem ich mit der lady nicht so gut abschnitt und somit mal wieder nur teilerfolge erziehlte und nur eine temporaeres zeichen bekam. aber damit darf ich wenigstens wieder herumfahren. am letzten tag stand noch alcatraz auf dem plan, dass konnte man sich ja nicht entgehnlassen. passend dazu gabs auch herrlichen sonnenschein und fast keinen wolken, wass fuer die golden gate bucht eher die ausnahme ist. uns so stieg ich morgens noch auf den coit tower um mir die stadt von oben anzusehen. die fahrt auf die insel war recht kurz und als ich das eiland war dies schon ein wenig komisch. viele kamen und gingen von hier und es ist natuerlich fuer einige personlichkeiten wie „al capone“ bekannt wegworden. so unternahm ich eine 2stuendige audio tour und erschloss mir die insel. spaeter fuhr ich noch mal zur golden gate bridge um den wolkenlosen himmel auszunutzen und ein paar bilder zu machen. am spaeten nachmittag ging es dann in richtung sierra nevada.


Antworten

  1. Ha, jetzt hab auch ich mal gecheckt wie man hier nen Kommentar reinsetzt, oleee :o )
    San Francisco, schnief…du bist echt zu beneiden.
    Hier in Köln is tote Hose…naja falls es dich da drüben interessiert, der Wayne wird Papa, wir werden doch glatt alle älter. Ich freu mich jedenfalls für die beiden. Wie geht’s dir sonst so?

    Liebe Grüße, Tina

  2. Hi Sandor,
    bist ja schon ein gutes Stückhen vorwärts gekommen. SF – da würd man doch glatt mit Dir tauschen wollen… ;-) …wie auch schon bei den anderen Artikeln…

    Gruß
    Kai


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