Verfasst von: sarit77 | August 29, 2007

yosemite

nachdem ich mir nun ein wenig zeit mit neuen berichten gelassen habe, werde ich mal die letzten wochen so stueck fuer stueck aufarbeiten. zum einen hatte ich nicht wirklich viel lust mich stundenlang vor den rechner zu setzen und zum anderen bin ich in den letzten wochen nicht so oft an computer herangekommen. in den libraries ist die zeit meistens limitiert da es ja kosten los ist, sonst wuerden all zu viele touristen vorbeischauen und die rechner stundenlang blockieren ;) … wenn man an allerdings auch draussen in der natur unterwegs ist und die diversten national parks abklappert, so kann man sich eben schlecht motivieren. nunja ich hab es geschaft und weiter gehts … und zwar mit dem yosemite national park

am 18.7. verliess ich nun san francisco richtung sierra nevada. da dies am spaeten nachmittag geschah, legte ich auf halber strecke einen stop zum naechtigen ein. die gegend wurde zumehmends trockener und die farbe gruen wandelte sich mehr und mehr in gelb. die temperaturen am naechsten morgen waren auch schon deutlich hoeher als ich es von der kueste gewohnt war … wer im uebrigen meint, dass man in san francisco das strandleben in vollen zuegen geniessen kann, den muss ich leider enttaeschen. die temperaturen sind bedingt durch den pazifik meines erachtens doch nicht gerade im badewohlfuehlbereich … also ging es in der gemaesigten hitze ueber zahlreiche serpentinen und durch manche schluchten  so langsam hinauf zu yosemite. als sich das yosemite vallay auftat, bot sich ein beindruckender anblick. das tal war um rahmt von steil aufragenden bergen wie el capitan, glacier point view und natuerlich half dome.

da das tahl recht langezogen ist (25 milen) benoetigt man einige zeit bis man ins yosemite village vordringt. dahinter verbirgt sich eine ansammlung von diversen haeusern, wie dem visitor center, dem backcountry center, dem supermarkt und diversen lodges. dazu gibt es noch verteilt zaehltplatze. fuer den naechsten tag buchte ich mir eine tour und fand leo auf campground 4. hierbei handelte sich um einen walk in zeltplatz, was sich ja spaeter als gut so erwiess. dies bedeutet das man sein fahrzeug draussen abstellt und nicht darin schlaeft. so brachte ich meine notwendigen sachen zu leo’s zelt und verstaute meine lebensmittel in den food loggern. uber die baeren machten wir uns nicht all zu viele gedanken, da wir ja schon durch einige „bearcountries“ gereist waren. nachts hoerte ich zwar etwas in der ferne poltern, drehte mich aber um und schlief weiter. als ich am naechsten morgen zur lady kam, blieb mir erstmal der mund offen stehen und ich brauchte eine zigarette. nun ich hatte offensichtlich etwas im van uebersehen und dies nahm sich wohl ein schwarzbaer zum anlass, mal genauer nach zu schauen. wie ich dann spaeter vom aufgebrachten ranger erfuhr, lernen die kleinen dass schon von ihren eltern, dass man sich einfach gegen die scheibe druecken muss, die dann ein wenig nachgibt und man so den gummie rauspulen kann. dann muss der baer nur noch die scheibe zur seite klappen und dahin ist meine windschutzscheibe. der baer klaetterte sodann in meinen van rein und durchsuchte meine kisten zielstrebig aufs Genaue. ich hatte darin ein noch eingeschweisstes stueck kaese, eine kleine packung china-nudeln und den o-saft vergessen. das ergebnis kann man in der galerie bewundern. da ich nun eine neu windschutzscheibe brauchte, sagte ich meine geplante tour ab und machte mich auf die suche, wo ich denn diese bekommen koennte. leider war die schnellste moeglichkeit, selbst dort hin zu fahren. also fuhr ich mit sonnenbrille und ohne scheibe nach merced welches 80 meilen entfehrnt ist. das einzig postive war daran, dass ich endlich mal klare bilder schiessen konnte. zum glueck traf ich unterwegs weder auf einen scheriff noch auf zu viele insekten. nur eine 8 cm libelle zerschellte an meiner stirn. die jungs in der autowerkstatt hatten auch ihre freude an meinem auftauchen, waren alle super nett und so verging die zeit recht schnell. die scheibe musste ebenfalls noch 150 meilen zuruecklegen, denn sie musste erst bestellt werden. nach 3 stunden war aber alles erledigt und ich konnte zurueck in den yosemite np. achja ein straffticket hab ich aber doch auch bekommen, denn es kosten 100 dollar, lebensmittel im auto zu lassen. obwohl es wohl hunderte male im jahr dort passiert, hatten auch die ranger mal etwas neues und so wurde ich am naechsten tag angesprochen, ob ich denn derjenige sei, der aus alaska runter kam.

nachdem ich nun bisher mit allerlei anderen dingen beschaeftigt war konnte ich den zweiten tag in yosemite endlich mal wandern gehen. und so gingen wir hinauf zum glacier point, der leider doch recht ueberfuellt war, da es auch eine busline auf der anderen seite hinauf gab. weitergings an den nevada falls und anderen wasserfaellen. bei ersteren legten wir eine kleine erfrischungspause ein und badeten in den pools. der hike ueber 18 km auf und ab durch das tal mit zahlreichen ausblicken auf den half dome (the norce face) hatte uns hungrig werden lassen. also legten wir am naechsten tag eine ruhepause ein und gingen am fluss etwas baden.

half-dome.jpg

tags darauf starteten wir (leo, uwe – ein deutscher den wir auf dem campground kennengelernt hatten und ich) zeitig zu dem 27 km hike, nahmen uns ausreichend proviat mit und fuhren mit dem im park verkehrenden schattelbus zur ausgangsstelle. die wanderung hatte einige doch recht heftige steigungen parat und so erklommen wir doch die zahlreichen stufen am anfang etwas muehevoll. der weg zog sich und dazum kamen noch ein paar magenprobleme meinerseit, doch nach 5 stunden erstechten wir den gipfel. zuvor hatten wir aber am letzten stueck noch zu kaempfen. dieses war so steil, dass man stahlseile dafuer gespannt hatte, an denen man sich hinhauf ziehen kann. vorsicht ist allerdings trotzdem geboten und es erwischt wohl auch jedes jahr 2 -3 die daneben treten oder greifen. leider ging es hier etwas schleppend voran und es staute sich. von oben bot sich jedoch dann ein grandioser blick ueber das tal und wenn man direkt an der kante stand um so mehr. wie man in der galerie sehen kann geht es doch steil hinab. nach einer stunde traten wir den rueck weg an und auch diesmal nutzten wir die gelegenheit eines pools zum erfrischen. abends feierten wir etwas und den abschied, denn weiterings am naechsten morgen.

durch den noerdlicheren teil des national parks ging es hinaus in richtung osten auf dem highway 120. vorbei an zahlreichen seen wie dem tenaya ging es ueber den tioga pass (3000m) hinueber in den inyo national forrest. am abend erreichte ich mono lake und genoss den sonnenuntergang.


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