auf dem weg zum grand canyon schlugen wir unser lager kurz vor dem national park am alten highway auf und genossen den herrlichen ausblick und das allabendliche schauspiel am nachthimmel. am morgen ging es ueber den osteingang in den park hinein. wir staunten ueber die riessigen dimensionen des durch den colorado river ausgewaschenen canyon, welcher eine unzahl von verschiedenen farbschichten des gesteins zeigt. daher stoppten wir an zahlreichen stellen um dies aussicht zu geniessn. dort trafen wir auch einen frank, unterwegs mit seiner bmw gs quer durch usa und canada. da im an den national park angrenzenten national forest wildcampen 1/4 mile vom highway erlaubt ist, nutzten wir dies natuerlich aus. am naechsten tag standen wir mal richtig zeitig auf, um die wanderung hinunter in den canyon zu unternehmen. da mir jedoch bereits nach 2 h mein knie deutlich schmerzte musste ich doch umkehren. naja das war nach den zahlreichen wanderungen das erst mal und somit zu „verschmerzen“. leo stieg weiter ab und sogar bis ganz hinunter zum fluss, wovon jeder ranger tunlichst abraet … die alte kampfsau
… dagegen setzt mich an gemuetliches plaetzen und entspannte den rest des tages.
am naechsten tag trennten wir uns nun da vier wochen, da ich in richtung new mexico fahren wollte und leo jemand bekanntes in san diego besuchen wollte. sodann fuhr ich in richtung flagstaff. auf dem weg dorthin besichtigte ich das wupatki national monument, welches eine vielzahl von ueber 1200 jahre alten pueblo haeusern und zahlreiche felsmalereien bot. im anschluss bestaunte ich eine mehrer vulkan krater und lava felder.
in dem kleinen gemuetlichen, an der route 66 gelegenen staedtchen flagstaff genoss ich nun nach zahlreichen tagen in der natur mal wieder etwas das nachtleben. ausserdem bot flagstaff einen botanischen garten mit endemischen kulturen und ein observatorium, in welchem in den 1930ern pluto entdeckt wurde. so konnte ich mir am abendlichen himmel den jupiter noch mal etwas naeher anschauen. nach zwei tagen brach ich nun richtung new mexico auf. unterwegs besichtigte ich das walnut canyon national monument mit zahlreichen indianischen gebaeuden welche an den felswaenden errichtet wurden. ein paar meilen spaeter legte ich einen weitern stop ein, um mir den „meteor crater“ anzuschauen. ein 1200m grosses loch das von einem 45m grossen meteor in den boden von arizona geschlagen wurde. ein weiteres highlite auf dem weg war der petrifiet forrest national park. hierbei handelte es sich um die ueberbleibsel von vor 250 mio jahren in schlam versunkenen baeumen, welch nunmehr versteintert waren. diese in den verschiedensten farben schillernden steine sind eine laune der natur, welch nur in der naehe von vulkanausbruechen auftreten. obwohl ich auf der alten route 66 nun untwegs war, bot diese wenig reize, denn die strecke wurde zur interstate 40 ausgebaut. also fuhr ich auf einer nebenstrasse und gelangte durch verschiednen reservate der apache, zuni und ramaha navajo. im letztern verbrachte ich dann auch die nacht. abends hatte ich noch ein schild fuer ein trade fair und und rodeo gesichtet, welches ich nun doch unbedingt mal sehen wollte. da die beschilderung zu wuenschen uebrig liess, fragte ich im oertlichen polizeibuero nach. als in dann eintraf, waren die feierlichkeiten schon im gange und eine parade zog an mir vorbei. angefuehrt von einem spielmannszug zogen diverse schoenheitskoeniginnen, schulwagen und andere an mir vorbei. am eingang lernte ich eine lehrerin kennen, welche mir in gespraech einen eindruck ueber die kultur und probleme der ramaha-navajo geben konnte. im anschluss schaute ich mir das tradionelle pow wow und das rodeo an. beim bis in die nacht hinein stattfindenen pow wow traten die verschiedensten altersgruppen mit ihren farbenpraechtigen kostuemen zum friedlichen wettstreit an. die tanz- und gesangskultur zu sehen war ein besonderer genuss. obwohl die festivitaeten noch am sonntag weitergingen, fuhr ich weiter zum el morro national monument. an diesem siedlungsgebiet hatten erste indianer eine natuerlichen pool als wasserquelle genutzt und sich im stein verweigt. dies nahmen zahlreiche spanische eroberer im 17. jh. zum anlass gleiches zu tun. im anschliessenden el mapais national monument besichtigte ich einen ehemaligen vulkan und eine eishoele, welche durch einen 17 milen langen lava tunnel entstanden war. diesen zum teil eingestuerzten tunnel konnte man auch noch an einigen anderen stellen besichtigen. da ich allerdings nicht die richtige ausruestung bei mir hatte, belies ich es bei einem vorstoss von 100m. allein ist dies sowieso nicht ganz ungefaehrlich und zur statistik wollte ich hier nicht werden. nach der besichtigung einer natuerlichen steinbruecke fand ich dort ganz in der naehe einen kostenlosen campground mit schonem ausblick auf das tal, in welchem man den erkalteten lavastrom noch deutlich erkennen konnte.
da ich in anchorage eine einladung erhalten hatte, sollte es am naechsten tag dann nun nach las cruces gehen. doch leider war die letzte geplante tag strecke nicht machbar so wie ich es mir zumindest vorstellte. meine lady muckte ein wenig. unterwegs platzte mir der kuehlerschlauch und ich musste in sky city, einem truckstop und spieler ort eine zwangspause einlegen. gefrustet ging ich abends ins casino und spielte ein wenig black jack um mich abzulenken, denn etwas anderes gab es dort nicht und ich wusste nicht so recht woher ich denn jetzt einen neuen schlauch bekommen sollte. da mir die abschleppvariante kostenmaessig abschreckte, entschied ich mich den schlauch mit mehreren lagen teflon band und isolierband zu flicken. gluecklicher weise hielt dies auch einigermassen und erreichte ich am abend las cruces. so gab es doch noch ein herzliches wiedersehen mit monica, ausserdem lernte ich ihren bruder francisco (poncho) kennen.
Hi Sandor,
freut mich, endlich mal wieder was von Dir lesen zu können. Ist ja eine ganze Menge Neues gewesen. Auch die Fotos sind Klasse.
Wünsche Dir auch weiterhin alles Gute.
Liebe Grüße
Kai
Von: Kai am September 4, 2007
um 2:17