las vegas war wieder mal eine ganz andere welt. eigentlich muss man sagen ist es ein welt fuer sich. das hostel in dem wir wohnten war ganz nett und hatte sogar einen pool. das war bei diesen temperaturen wirklich eine angenehme tagesbeschaeftigung. fuer sich gesehen ist es sowieso ratsam den tag auf diese weise zu verbringen, denn es ist nun mal in las vegas alles auf die nacht ausgerichtet. dem zu folge unternahmen wir nur einen kurzen spaziergang den „strip“ hinunter und schauten uns alles noch mal nach abenddaemmerung an. wir schauten uns ein casion nach dem anderen an, jedes versucht mit den anderen zu konkurieren und so faellt das eine noch pompoeser aus als das andere. von springbrunnen die eine show liefern in dem sie meterhohe fontainen im takte der musik in die luft schleudern, den von jedermann zu bestaunenden weissen tigern von siegfried und roy hin zu nachbildungen europaeischer baukuenste, wie den eifelturm, roemischer und venezianischer gebaude. so entsteht zumindest etwas der eindruck in fremden welten zu wandeln. leider sind doch die darin enthaltenen casionos sehr eintoenig gehalten und so zerplatzt die seifenblase doch recht schnell. des spielerherzen glueck wollte bei mir keine so richtige stimmung aufkommen lassen und so schlenderte ich nur hindurch ohne einen einzigen cent zu setzen. dies taten andere fuer mich und auch in summen welche mein reise budget doch bei weitem uebersteigen. einen anderen reisen, den ich spaeter traf, beschrieb las vegas als 3-tage-stadt. laenger haelt man es dort nicht aus. und so war es auch bei mir. ich genoss einfach etwas die glitzernden und schillernden fassaden und brach dann auf in richtung zion national park als naechstes ziel.wir steuerten zion allerdings nicht direkt an und machten einen kleinen schwenk richtung suedosten um uns den hoover damm etwas naeher anzusehen. diese in den 1930ern gebaute 221m hohe staumauer staut den lake mead auf eine laenge von 170 km auf. der damm war gleichtzeitig die teibende kraft fuer die entwicklung las vegas, da viele bauarbeiter damals zum gluecksspiel dort hin fuhren. strom wird allesdings nicht fuer las vegas produziert. danach ging es in das lake mead recreation area an dem wir uns am see einen stellplatz suchten und die isomatte unterm sternenhimmel ausrollten.am naechsten tag ging es vorbei am vallay of fire zum national park. unterwegs hielten wir hin und wieder und manchmal auch unfreiwillig, weil die gelangweilten ranger, welche die polizeilichen hoheitsrechte dort besitzen mich stoppten und nach dem rechten fragten.in zion angekommen erfolgte das uebliche spiel, d.h. visitor center abklappern und dann gings auf schlafplatz suche um unoetige campgroundgebueren zu umgehen. wir wurden auch recht schnell mit einem schoen gelegenen plaetzchen fuendig. abends wurde wieder gemeinschaftlich essen gezaubert und der fantastische sternenhimmel bewundert … fuer den naechsten tag hatten wir uns als erstes den trail hinauf zum „angel landing“ ausgesucht. dieser weg fuehrte steil hinauf durch einen kleinen canyon und oft scharf am abgrund vorbei. belohnt wurden wir mit einer grandiosen aussicht auf das uns zu fuessen liegende tal. am nachmittag gings einen etwas gemaechlicheren weg noch zu den „upper emerald pool“ einem tief in den felsen geschnittenen becken mit dazugehoerigem see. unterwegs trafen wir eine gruppe deutscher unterwegs durch west-usa im schnelldurchlauf. am abend feierten wir mit den deutschen dann auch in leo’s geburtstag hinein. den zweiten tag hatten wir uns den „virgin river trail“ vorgenommen. dieser trail fuehrte im flussbett entlang durch die „narrows“, einem schmalen in atembraubender weise ausgewaschenen canyon hinauf zu einem kleinen wasserfall. die wanderung im fluss war wirklich ein besonderes erlebnis und beeindruckt in besonderem masse. der beste hike seit dem ich unterwegs bin. die nacht ging es wieder auf unseren spot, diesmal zu dritt. bernie, ein berliner hatte sich uns angeschlossen. wie wir spaeter erfuhren, hatte er sich eine kleine auszeit von der schule und den produktion von erwachsenen-filmen genommen
der bryce canyon national park stand nun als naechster auf der liste und so fuhren wir in kolonne richtung osten weiter. unterwegs wurde mal wieder waesche gewaschen, emails gecheckt, der lebensmittelvorat aufgestockt und kolibries beobachtet. so trafen wir nachmittags ein und nahmen uns zu dritt ein plaetzchen auf dem campground. liessen uns die besten hikes erleutern und machten es uns am lagerfeuer abends gemuetlich. beim bryce canyon handelt es sich eigentlich nicht um einen canyon sonderen um eine einseitige abruchkante im ausgewaschenen colorado plateau. so erkundeten und bestaunten wir als erstes das sog. amphitheater, einen wanderweg der hinab in die schluchten und zu den ausgewaschenen saeulenfoermigen gebilden fuehrt, welche in den verschiedensten farben des sandsteines erstrahlen. diese bizarren formationen bildeten ein wahres labyrint, durch welches wir unsere bahnen zogen. abends wurde selbstversaendlich wieder gekocht. am lagerfeuer sass diesmal noch unsere neu dazu gekommenen froehlichen zeltnachbarn bram und ide und so hatten wir wieder viel zu erzaehlen, auszutauschen und zu lachen. ausserdem genossen wir die doch deutlich kuehleren naechte. am naechsten tag fuhren wir zum suedlichesten punkt des nationalparks, dem „raibow point“ dort starteten wir nach langem suchen nach hinweisschieldern zu einem schoenen trail mit herrlichen aussichten auf die weite des plateaus. nachdem heute leo fuer uns gekocht hatte, ging es zum visitor center. dort besuchten wir die skyshow einen witzig und interessanten vortrag ueber die lichtverschmutzung, die sterne und das weltall. danach konnten wir uns die sterne und planeten durch zahlreiche aufgebaute teleskope naeher betrachten. da ausserdem gerade die perseiden stattfanden, war zusaetzlich ein schoener sternenregen zu beobachten. so genossen wir unser kleines drei monatiges jubilaeum.
nach dem bryce canyon ging es anschliessend weiter ueber die kleine stadt page hin zum lake powel. hier erfrischten wir uns, denn die temperaturen nahmen schon wieder deutlich zu. unser planmaessiger naechster stop sollte eigentlich monument vallay sein, aber da es leo nicht so gut ging, liessen wir die sache etwas ruhiger angehen. da wir uns im navajo reservat befanden, fragten wir hoefflich, ob wir etwas abseits der strasse unser lager aufschlagen koennten. wir sollten nur das zelt wegen der klapperschlange geschlossen halten. jetzt wussten wir auch die komischen geraeusche tags zuvor zu deuten. wir suchten uns ein schattiges plaetzchen und relaxten etwas. am naechsten tag ereichten wir dann schliesslich monument vallay das jedem durch seine typischen felsen aus der malboro werbung bekannt sein duerfte. wir genossen zwar den anblick eine weile, entschlossen uns aber nicht ewig hier aufzuhalten und die safari-artige tour durch das tal zu unternehmen. wir schauten uns lediglich das museum ueber die navajo code talker an, welche im zweiten weltkrieg als funker eingesetzt wurden. dieser code war von den japanern nicht zu knacken. spaeter ging es weiter richtung sued osten durch die reservate hin zum grand canyon.