Verfasst von: sarit77 | September 26, 2007

die ersten tage in mexico

in chihuahua angekommen nahm ich mir mit meinen qwasi nicht vorhanden spanischkenntnissen ein taxi zum hostel, da es schon fast mitternacht war, gab es eh keine andere alternative. am hostel angekommen, musste ich leider feststellen das keiner war, mh willkommen in mexico. naja neben an war ein hotel und so konnte ich nach einwenig preisverhandlungen ein zimmer fuer 14 dollar fuer die nacht bekommen. am naechsten morgen schaute ich nebenan vorbei. da war dann auch jemand. nun wie sich herausstellte war ich der einzige gast und man vermutete, dass ich nicht mehr kommen wuerde. egal so zog ich dann in das hostel ein. irgendwie war es eher wie in eine famlie, so als einziger gast und das betreiberpaerchen war auch super nett. ein fanzose und eine mexicanerin mit sohn und toechterchen. danach gings ab in die stadt, da die saison vorbei war, gab es auch fast keine anderen touristen zu sehen, eigentlich gar keine. naja aber wie ein tourist seh ich sowieso kaum aus. tauche ja gut ein in die masse der mexicaner, solange ich den mund nicht aufmache. in der stadt gab eis ein nettes gewusel aus menschen und autos die sich durch die alten strassen waelzten. es gab einige kirchen aus dem 16. und 17. jh zu sehen, den palacio de gobirno und natuerlich konnte ich mir nicht das „museo de la revolution“ entgehen lassen. hier hatte der gauner und spaetere revolutionskaempfer pancho villa gelebt und so konnte man einiges aus dieser zeit bewundern und einiges ueber die geschichte mexicos erfahren. am abend war ich zu einer fotoausstellung geladen, welche ich mir unbedingt anschauen sollte! also zog ich am abend noch mal in die stadt zum hiesigen kulturhaus. interessanter weise war die person, bei der ich mich melden sollte nicht zu finden und die austellung entpuppte sich als klassikkonzert. mexico eben. aber das konzert war ebenfalls sehr interessant. abends schaute ich im hostel auf der grossleinwand noch einen film ueber pancho’s leben, mit antonio banderas.

tags drauf genoss ich noch mal den flair einer mexicanischen stadt und ging in eine mir empfohlenes kleines restaurant. da ich nichts sagen konnte und die erklaerungen auch nicht verstand, bekam ich alles gezeigt, was es so gab. so ist die essenswahl doch viel interessanter. das mexicanische essen ist im uebrigen doch aeusserst lecker!!!

das hostel organisierte mir die weiterfahrt mit dem bus nach zacatecas. als ich am busterminal zu angegebener zeit meinen bus nicht sah, blieb ich noch ganz ruhig, doch als 20 min spaeter immer noch keiner da war wurde ich unruhig und sprach dort einen mitarbeiter von „omnibus de mexico“ an. der stoppte in letzter sekunde einen bus. also schien sich die busnummer geaendert zu haben und so hatte ich gerade noch glueck nicht die nacht am terminal verbringen zu muessen. die tour ging ca. 8 stunden ueber nacht hinauf ins mexicanische hochland auf 2200m. die buse sind in der deluxklasse im deutschen standard und somit sehr bequem zu reisen. und kosten tut es auch nicht gerade viel. da der bus halb leer war, hatte ich auch viel platz zum ausbreiten.  morgens ereichten wir dann zacatecas und ich stieg in den bus hinunter in die stadt fuer ganze 4 pesos. das hostel lag direkt im zentrum hinter der kathedrale. so genoss ich erst einmal den anblick von der terasse und fruehstueckte ein wenig. dabei traf ich einen frensh-canadier. da er die stadt schon ein wenig kannte, zogen wir genmeinsam los und er zeigte mir die wichtigsten sehenswuerdigkeiten. so fuehren wir zuerst mit der seilbahn hinauf zu „la boufa“ und genossen den anblick der huegeligen stadt, welche ihren ursprung dem erzabbau verdankt. die stadt is von kleinen strassen durchzogen und mit zahlreichen kirchen gespickt. fast alle haeuser im zentrum sind noch im kolonialstil der spanischen grunder erhalten geblieben. ausserdem ist ein aquedukt erhalten geblieben welches von einem der vielen parks umgeben ist. ausserdem sind zahlreiche museen ua. von pedro und rafael coronal zu bewundern. welche pre-spanische kunst wie zb. ueber 8000 masken, aber auch bilder von dali, van gogh, picasso,  chagalle, miro, goya. unglaublich was es alles so zu sehen gab. die stadt pulsierte gerade vor leben, es fand da jahrliche drei wochen daurende volksfest stadt und so stroemte alles hinaus auf den festplazt, dort gab es zusaetzlich eine unmenge von fressbuden mit allem moeglichen was die mexikanische kueche hergab, suessigkeiten im ueberfluss, fahrgeschafte, rodeo und konzerte von mexicanischer pop hin zu tradioneller volksmusik. so schlenderte man tagsueber durch die zahlreichen schoenen parks und besuchte das ein oder andere museum und ging abends zu feste.  auf dem marktplatz direkt neben der kirche marschierten am ersten sonntag als hoehepunkt die schulspielmanszuege auf, vorneweg wurde die ikone der jungfrau von guadelupe getragen und unter trommeln und trompeten sowie unzaehligen ohrenbetaeubenden kanonenschuessen wurde der einzug in die kathedrale gefeiert. wenn man dem treiben mal entrinnen mochte, so konnte man in der direkt unter der stadt befindlichen silbermine die disco besuchen. und ausklang fand ich gemuetlich auf der terasse zitzend und den naechtlichen anblick ueber zacatecas schweifend.


Antworten

  1. Hallo Sándor, war toll Dich dieser Tage live im ICQ zu haben. Klasse, dass bei Dir alles in bester Ordnung ist und der Trip sich bis jetzt als das herausgestellt hat, was Du Dir gewünscht hattest. Paß weiterhin auf Dich auf und auf viele tolle neue Eindrücke. Liebe Grüße aus der Heimat, THOR :)


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