nun wie auch der letzte gemerkt haben sollte, ist der blog nicht ganz so aktuell. aber in erster linie will ich ja auch reisen, erleben, menschen treffen und geniessen und nicht die meiste zeit im internet verbringen. wie dem auch sei, werde ich versuchen alles ein wenig aufzuarbeiten, auch wenn ich wohl nicht in der bisherigen ausfuehrlichen form alles wiedergeben werde.
also stehen geblieben war ich bei mexico city. dort wollte ich rechtzeitig zum unabhaengigkeits tag sein und schauen was so dort alles passiert und ueberhaupt wollte ich mir die stadt anschauen, da ich schon viel gehhoert habe, wenn auch nicht gerade viel positives. besonders der verkehr soll schrecklich sein und so stuerzte ich mich mit meinem grossen rucksack direkt ins ubahngewimmel. nach dem ich mir angesehen hatte wie es funktioniert, stellte ich mich an eine der tueren und und schob mich mit aller kraft rueckwaerts in die bahn hinein, solange bis die anderen nachgaben. um taschendiebe brauchte ich mir keine sorgen zu machen. die konnten eh nich fliehen. ich fuhr direkt ins zentrum, dem zocolo. denn da war das hostel in dem ich mich mit james verabredet hatte. das hostel war also super zentral und bot von der dachterrasse mit bar eine herrliche aussicht. auf dem zocolo war natuerlich am naechsten tag eine ganze menge los, einige hatten sogar schon die nacht dort verbracht um einen der besten plaetze zu ergattern. die feierstimmung war ein wenig durchtraenkt von dem gedanken, ob alles friedlich von statten gehen wuerde, da es doch einen „zweiten praesidenten“ mexicos gab, welcher in der vorangeganenen wahl im letzten jahr unterlegen war. und so war die polizei auch ueberall praesent. die menschen waren schon natuerlich ganz gespannt auf die ansprache des praesidenten am abend. doch bevor es abends los ging, schaute ich mir die stadt an und das am besten vom aussichtsturm. die offiziell 20 mio metropole war schon ein riessiger moloch und soweit man sehen konnte ziehrten die flanken der umliegenden berge noch selbst behausungen. die stadt wimmelte auch von leuten. aufgrund der feierlichkeiten waren viele strassen gesperrt und die menschen boten ihre waren aus ganz mexico feil. mexico hat allerdings auch einiges zu bieten und so besuchte ich unter anderem das leo trotzki museum, das dolores olmedo museum, in dem auch einige werke von frida karlo ausgestellt waren. da die massen immer mehr in das zentrum draengten, beschloss ich im hostel zu bleiben und mir das treiben von oben an zu sehen. die party auf der dachterasse war es alle mal wert und zum abschluss gab es ein tolles feuerwerk direkt ueber unseren koepfen. tagsdrauf ging es nach teotihuacan einer der interessantesten und aeltesten anlagen in mexico (mit der 70 m hohen sonnenpyramide), dem schrein der jungfrau von guadelupe, welche dort erschienen sein soll und damit zu einer der bedeutensten figuren latino americas geworden ist. ein weiterer punkt den man sich in mexicos hauptstadt nicht entgehen lassen darf, ist das antropologische museum. diese umfrangreiche ausstellung aller kulturen mexicos ist wirklich beeindruckend aber auch schon etwas zu viel des guten, ich verbrachte mit einer bekannten dort 5 geschlagenen stunden und habe wohl lediglich 75% der ausstellung gesehen. ansonsten gibt es noch zahlreiche andere museen und moglichkeiten die man in mexico city erleben kann. allein am zocolo ist die kathedrale beeindruckend und darunter befindet sich die tempelanlage der atzteken. dies war im uebrigen meist die uebliche form der kolonialisierung und ausmerzung des einheimischen glaubens.
im nachhinein betrachtet, hasst man die stadt oder man liebt sie, und hassen kann ich mexico city einfach nicht.
bei einreise nach mexico ist es notwendig eine touristenkarte auszufuellen und abstempeln zu lassen. leider wurde ich an der grenze doch sehr deutlich aufgefordert weiterzufahren und somit war ich nicht im besitz einer solchen. daher musste ich mich zum migrationsbuero begeben und auch wieder aus mexico ausreisen zu koennen. diese karte zu erhalten kostete mich einige muehe und geduld. und ohne ausreichende spanischkenntnisse ist dies auch ein kleines abenteuer. das deutsche konsulat war dabei leider wenig hilfreich mit informationen. nachdem ich dort mehrere stunden verbrachte und 230 pesos dem staate ueberlis, konnte ich auch getrost der noch fernen ausreise entgegensehen. wie ich spaeter bei einem mitreisenden es miterlebte, hatte ich noch etwas mehr glueck und bekam die buerokratie nicht in vollem umfang zu spueren und kam auch noch einigermassen guenstig davon.